Pressemitteilung 4 / 2009 - Demenzfreundliche Kommune

Demenzfreundliche Kommune – Was ist das?

Diese Fragestellung gehörte zu den Themen des Aprilstammtisches des Unternehmervereins Fredersdorf-Vogelsdorf e.V. am Donnerstag, den 02.04.2009, der einer alten Tradition folgend, wieder einmal bei einem Mitgliedsunternehmen selbst stattfand. Dieses Unternehmen war die Pflegewohnanlage für Menschen mit Demenz KATHARINENHOF am Dorfanger in unserem Ort, Gastgeberin und Hauptreferentin Frau Sabine Ponikau, Leiterin der Einrichtung.

Es war eine relativ kleine Schar von 10 Vereinsmitgliedern und Gast Werner Krahl, Vorsitzender des Seniorenbeirates der Gemeinde, die der Einladung zum Abend gefolgt war. Verschiedene Gründe verhinderten eine größere Beteiligung. Termine, Krankheit, auch: „Da will ich mal nicht kommen. Da komm ich noch früh genug hin.“ Eine Einzelmeinung?

Man will schon glauben, dass diese Einrichtung, die durch ihren Zaun im Gegensatz zum Nachbar - KATHARINENHOF nach außen hin so geschlossen wirkt, für viele von uns ein ungutes Gefühl hervorruft. Demenz ist eben ein Leiden, dass man sich und seinen Angehörigen am liebsten ersparen würde. Realität ist aber, so hörten wir, dass jeder 3. in Deutschland früher oder später davon betroffen ist.

Fragen zur Krankheit selbst, die Erkennbarkeit im Anfangsstadium, eventuelle Chancen der  Behandlung und Heilung waren Punkte, die den Anfang des Abends bestimmten.

Völlig neu für die meisten von uns war aber, was für ein Kompetenzzentrum für Menschen mit Demenz wir eigentlich im Ort haben, das in Art und Größe einmalig in Deutschland ist und weit über unsere Region hinausstrahlt.

Der Ansatz der Einrichtung, sehr wohl auf die Sicherheit der Bewohner bedacht zu sein, gleichzeitig aber ihr Recht auf Freiheit der Persönlichkeit zu waren hat aber auch Auswirkungen auf  uns als Bewohner des Ortes. Wir müssen mit diesen Menschen rechnen und im Bedarfsfall handeln können. Dazu gehört zu wissen, wie man mit ihnen und ihrer Andersartigkeit umgeht und an wen man sich wenden kann.

Gleiches trifft für demenzerkrankte Bewohner unseres Ortes zu, die nicht zu dieser Pflegeanlage gehören, in Verkaufseinrichtungen unseres Ortes erscheinen, Handwerkerleistungen benötigen usw. Wir hörten, das Haustiere oftmals eine gute Brücke zu Menschen mit Demenz bilden und von dem aus diesem Grund ins Leben gerufenen Projekt „Katharinenhöfchen“, ein Heim für heimatlose Katzen.

Herr Krahl informierte über Bemühungen, Aufgaben, Schwierigkeiten des Seniorenbeirats. Der Heimatverein bat um Unterstützung seines Vorhabens auf dem benachbarten alten Gutshof. Die Leiterin unserer neuen Arbeitsgruppe PR, Frau Fiedler von der Werbeagentur punctum, informierte über die Beratung dieser AG und stellte uns erste Projekte vor.  

Zum Abschluss sahen wir eine Dokumentation, die in sehr bewegender Form über das Leben in der Anlage berichtet.


Der Vorstand

Unternehmerverein
Fredersdorf-Vogelsdorf e.V.

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Pressemitteilung 4 / 2009 vom 02.04.2009
Unternehmerverein Fredersdorf-Vogelsdorf e.V.